Neuigkeiten bei BIM

29.10.2026

„Man spürt das unternehmerische Herz“

„Man spürt bei BIM das unternehmerische Herz, das in BIM schlägt“, sagte der Bundestagsabgeordnete Boris Mijatovic (Bündnis 90/Die Grünen), nachdem ihm die Geschäftsführer Martin Wagner und Niklas Wagner während eines Betriebsrundgangs das Unternehmen vorgestellt und von den nächsten Vorhaben berichtet haben, mit denen sich der inhabergeführte Textildienstleister wieder ein Stück weiterentwickeln will.

Dazu gehört auch, das mittelständische Unternehmen in Familienhand weiterzuführen. Martin Wagner hat deshalb mit Niklas Wagner bereits die dritte Unternehmergeneration in die Geschäftsführung geholt. „Das ist in Deutschland keineswegs mehr üblich, dass inhabergeführte Betriebe in die nächste Generation übergegeben werden“, sagte Mijatovic. Bei BIM ist die Nachfolge zugleich mit dem Anspruch verbunden, Bewährtes fortzuführen und neue Entwicklungen anzustoßen.

Der Grünen-Politiker ist im hessischen Kassel zu Hause. Der Weg ins benachbarte Thüringen war deshalb kurz. Seit dem Ausscheiden der Grünen aus dem Thüringer Landtag betreuen die hessischen Bundestagsabgeordneten die Region Thüringen über ein Regionalbüro in Eisenach mit. Dessen Leiterin Katja Hundertmark begleitete den Besuch ebenso wie Mijatovics Mitarbeiter Nico Zöller. Mit Sebastian Jebe vom Deutschen Textilreinigungs-Verband e. V. war auch ein Vertreter des Branchenverbandes bei BIM zu Gast.

Im Bundestag beschäftigt sich Mijatovic vor allem mit Menschenrechten, humanitärer Hilfe und internationaler Politik und ist im Außenausschuss. Dennoch ist er leidenschaftlich interessiert an wirtschaftlichen Themen und der regionalen Wirtschaftsentwicklung. Das wurde beim Besuch deutlich. Während des Rundgangs ließ er sich die betrieblichen Abläufe erläutern, erfuhr vieles über Produktion, regenerativen Waschkreislauf, Logistik und den nachhaltigen Textilservice von Putztüchern und Berufsbekleidung. BIM ist in den vergangenen Jahren auf solidem Fundament stetig gewachsen. 223 Mitarbeiter zeigen auch die Rolle als Arbeitgeber und Ausbilder in der Region.

Und mit seinem Mietservice bietet der Textildienstleister ein nachhaltiges System an, Putztücher und Arbeitskleidung nach ihrem Einsatz zu reinigen, bei Bedarf zu reparieren und den Kunden in Deutschland, Tschechien und Polen wieder zur Verfügung zu stellen. Der Kreislauf schließt sich mit der Mehrfachnutzung. Das hat den Grünen-Boris Mijatovic natürlich überzeugt, werden damit Ressourcen bestmöglich geschont. In die Vorhaben nachhaltiger betrieblicher Maßnahmen reiht sich auch ein, dass BIM eine Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Sprinter aufbaut. Damit wird im nächsten Schritt auch im Fuhrpark die weitere Entwicklung vorangetrieben.

Welche Bedingungen solche Investitionen brauchen, war ein zentrales Thema des anschließenden Gesprächs. Die Geschäftsführer machten deutlich, dass Unternehmen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verlässlich planen können müssen. Für einen Textildienstleister betrifft das besonders die Energieversorgung: Die Reinigung und Aufbereitung der Textilien benötigen Strom und Wärme. Deren Kosten wirken sich unmittelbar auf den Betrieb aus.

Entsprechend konkret waren die Wünsche an die Politik. Zur Sprache kamen die Erfahrungen mit der Gaspreisbremse und der Strompreisdeckelung sowie die Frage, warum Entlastungen die Unternehmen nicht wie erhofft erreicht haben. Aus Sicht der Unternehmer braucht es berechenbare Strom- und Gaspreise. Auch eine zeitlich begrenzte Preisdeckelung könne helfen, die Kostenlücke zu schließen und Investitionen wieder verlässlicher kalkulierbar zu machen. „Die Zukunft unserer mittelständischen Unternehmen hängt auch davon ab, ob die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen langfristige Entscheidungen ermöglichen“, betonte Martin Wagner gegenüber dem Politiker.

Sebastian Jebe unterstrich die Bedeutung dieser Planungssicherheit für die gesamte Branche. Textilserviceunternehmen seien überwiegend regional verwurzelt. Sie sichern Arbeitsplätze vor Ort und sind eng mit ihren Kunden und Standorten verbunden.

Boris Mijatovic fand in Gerstungen, wie er zum Abschluss sagte, erneut die Bestätigung dafür, welche Innovationskraft im Deutschen Mittelstand steckt – getrieben von Inhaberfamilien, die ihre Unternehmen über Generationen und mit Weitblick führen.